Lanxess arbeitet sich weiter aus der Krise
July 10, 2015

Kluge Köpfe werden wichtiger als Kapital

27.07.2015: Die Abbildung zeigt, dass sich der bereits jetzt vorhandene Mangel an Fach-und Führungskräften bis zum Jahr 2030 in erschreckender Weise verschärfen wird.
Bereits seit einigen Jahren ist der Bedarf an Naturwissenschaftlern in der Chemischen Industrie höher als die tatsächliche Zahl an Absolventen. Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 bis zu 20.000 Fach- und Führungskräfte in der Chemischen Industrie fehlen werden.
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Für die gesamte Wirtschaftsleistung in Deutschland schätzt die Boston Consulting Group, dass der in naher Zukunft auftretende Mangel an mehreren Millionen Arbeitskräften zu wirtschaftlichen Einbußen von bis zu 550 Milliarden Euro führen könnte.
Die Arbeitswelt in der Chemischen Industrie der Zukunft wird sich also mittelfristig deutlich von der heutigen unterscheiden. Vor dem Hintergrund stabiler konjunktureller Verhältnisse wird es aufgrund des demographischen Wandels und zunehmender Transparenz durch die Digitalisierung zu einer Machtverschiebung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern kommen.Seit Jahren reden die Personalverantwortlichen in Deutschland zwar von einem Fachkräftemangel, doch bis vor kurzem hat dies nur wenige Entscheidungsträger im Topmanagement auch interessiert. Diese Einstellung ändert sich zunehmend. Beispielsweise reagieren bereits jetzt einige Unternehmen auf diese Entwicklung mit flexibleren Arbeitszeiten, Lohnerhöhungen oder Prämien, Umstrukturierungen oder organisatorischen Veränderungen.
Durch all diese Maßnahmen wird sich allerdings der auf uns zurollende Fach-und Führungskräftemangel nicht verhindern, sondern nur zeitlich hinauszögern lassen.
Kurzfristig verschärft wird dieses Problem durch die Folgen der Rente ab 63. Durch diese zum 01.07.2014 eingeführte Regelung können sich langjährig Versicherte nach 45 Beitragsjahren ohne Kürzungen der Rente zur Ruhe setzen. Seit Einführung dieser Regelung wurden bereits über 300.000 Anträge gestellt.
Der demographische Wandel in der Chemischen Industrie ist allerdings nur einer der Gründe für den uns bevorstehenden Fach- und Führungskräftemangel in diesem Industriesektor – dies wird in den anstehenden Jahren in einem herausfordernden Kampf um die besten Talente – dem sogenannten ‚War for Talent‘ – resultieren.Unternehmen, die dies frühzeitig erkennen und darauf reagieren, werden sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern können.Die vielschichtigen Hintergründe und Optionen für Unternehmen, um aus diesem bevorstehenden ‚War for Talent‘ nicht als Verlierer hervorzugehen, möchten wir mit unseren monatlichen Newslettern näher beleuchten.Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns schon jetzt auf eine angeregte Diskussion zu diesem Thema.Ihre Partner von ChemRecs,
Andrea Schwarz